Viele Landschafts- und Sportfotografen sowie Fotokünstler werden aufschreien. Portraitfotografie als Königsklasse? Niemals!

Für Argumente muss man nicht lange recherchieren. Die Großverdiener in der Fotografie sind die Portraitfotografen. In diesem Genre steht ganz sicher die längste Karriereleiter. Wer die ersten Sprossen erklimmen möchte, hat es allerdings schwer. Gut bezahlte Fotografenjobs bei der DPA oder der AFP bekommen Sie nicht geschenkt.

Die ersten Portraits

Wer die ersten Gehversuche als Portraitfotograf machen möchte, stößt unweigerlich auf ein Problem. Ein Foto-Model muss her. Während Berge, Gebäude und Natur sich immer bereitwillig zeigen, ist die Freundin von der Idee, als Übungsobjekt herzuhalten, überhaupt nicht begeistert. Das zeigt sich auch am Ergebnis.

Ist ein passendes Model gefunden, sind weitere Herausforderungen zu meistern. Die Stirn glänzt, die Haut wirkt fahl und die Augen eingefallen.

Schminken statt abschminken

Bevor man sich die Fotografen-Karriere abschminkt, sollte man zum Gegenmittel greifen. Wenn das Ergebnis natürlich aussehen soll, aber bitte dezent. Glänzende Stellen ganz leicht mit Puder abtupfen. Die Augenringe mit einer Creme vorbereiten, mit Primer die Fältchen verstecken und dann mit Concealer oder Color Corrector abdecken.

Wenn Sie die Portraitfotografie richtig üben möchten, verzichten Sie am Anfang besser auf übertriebene Schminke und weiteres Contouring. Wichtige Lerneffekte bleiben sonst aus.

Das richtige Licht

Nachdem Ihr Model ganz natürlich aussieht und störende Glanzpunkte und Augenringe verschwunden sind, geht es an die Beleuchtung.

Zur Standardausrüstung gehören zwei Fotolampen mit einstellbarer Farbtemperatur und einige beschichtete Reflektoren. Wer genügend Lichtquellen parat hat, kann nicht nur perfekt ausleuchten, sondern auch noch ein Spitzlicht oder ein Seitenlicht setzen. Vermeiden Sie dabei aber Mischlicht. Stellen Sie alle Fotoleuchten ähnlich ein und schalten Sie weitere direkte Lichtquellen am besten aus.

Ihre erste Übung ist die Ausleuchtung. Das Gesicht sollte vollständig zu sehen sein. Vermeiden Sie tiefe Schatten, indem Sie die Lichtquellen optimal verteilen. Mit Unterlicht oder Reflektoren können Sie auch ohne Schminke Augenringe korrigieren. Zuletzt stellen Sie über die Farbtemperatur den Hautton Ihres Models ein.

Lächeln, Klick-Klack, Ihr erstes tolles Portrait ist im Kasten.