Wer ein Objektiv kaufen oder sogar eine ganze Fototasche füllen möchte, hat es nicht gerade leicht. Für die verschiedenen Kameras gibt es eine Fülle diverser Objektive. Nur wer die Grundlagen kennt, hat auch beim Fotografieren später den richtigen Durchblick.

Welche Objektivmarke nehme ich?

Für die bekannten Kamerahersteller gibt es Objektive aus eigenem Hause oder von Marken wie Tamron, Sigma und Samyang. Einige Dritthersteller haben sich durch Spezialisierung einen Namen gemacht. Samyang ist bekannt für Weitwinkel und Fischauge, Tamron für Zoom-Objektive und Sigma für sein Bokeh. Wer nach speziellen Qualitäten sucht, sollte den Hersteller nicht außer Acht lassen.

Das passende Objektiv

Wichtiger ist jedoch, dass die neue Linse passt. Die Anschlüsse heißen bei Sony A-Mount und E-Mount. Es gibt also zwei Varianten, die leider nicht kompatibel sind. Auch Canon und Nikon haben unterschiedliche Anschlüsse.

Es gibt Objektiv-Adapter, um eine Canon-Linse auf eine Sony-Kamera zu schrauben, und umgekehrt, aber diese Zwischenstücke sind oft mit Nachteilen verbunden. Fehlende Funktionen wie Autofokus oder Qualitätseinbußen sind nur mit identischem Anschlussgewinde für Kamera-Body und Objektiv zu vermeiden.

Die Lichtstärke

Auch im Zeitalter der Digitalfotografie benötigt die Bilderzeugung Licht. Die Lichtstärke eines Objektivs wird auch als Blende oder Blendenwert bezeichnet. Die Abkürzung F steht für den englischen Begriff Focal Length. Standardobjektive haben oft einen Blendenwert von 4.0, bei den meisten Herstellern als F4 bezeichnet.

Fotografen, die gerne nachts auf Motivsuche gehen, sollten zu einer höheren Lichtstärke greifen. Speziell für Fotografie-Einsteiger verwirrend: die lichtstarken Objektive haben einen niedrigeren Blendenwert. Ein F1.4 Objektiv ist wesentlich besser für die nächtliche Pirsch geeignet als eine F5.6 Linse. Die Vorteile von Objektiven mit höherem Blendenwert liegen meist nicht in den fotografischen Eigenschaften, sondern im Gewicht und im Preis.

Die Brennweite

Die Brennweite ist der Abstand zwischen der Hauptlinse und dem Fokus. Tele-Objektive mit langen Brennweiten sind daher länger und schwerer, reichen dafür auch weiter in die Ferne. Kurze Brennweiten reichen vom Weitwinkelobjektiv bis zur typischen Portrait-Optik zwischen dreißig und fünfzig Millimeter. Zoom-Objektive haben eine variable Brennweite.