Noch nie in der Geschichte der Fotografie war es so einfach, ein guter Fotograf zu werden. Das Smartphone als Allzweckwaffe, erschwingliche Profikameras, kostenfreie Fotosoftware und nicht zuletzt das komplette Wissen frei verfügbar im Internet. Starten Sie gleich hier mit Ihrer Fotografen-Karriere.

Die erste Kamera

Viele Profis behaupten, ein Smartphone würde nicht ausreichen, um professionelle Bilder zu machen. Dagegen haben selbst die bekannten Plattformen für Stock-Images inzwischen beschlossen, diese Limitation wegzulassen. Anbieter wie Shutterstock, Adobe Stock und Alamy nehmen auch Smartphone-Fotos an, sofern Motiv, Qualität und Auflösung stimmen.

Wer trotzdem in besseres Equipment investieren möchte, der sollte sich folgende Punkte vorab überlegen:

Wo fotografiere ich?

Im Studio ist das Gewicht egal, auf den Gipfeln des Himalaya wiegt jedes Gramm schwer. Wer als Reisefotograf nicht auf das Gewicht achtet, hat im entscheidenden Moment das passende Objektiv nicht parat, weil es zu schwer war. Die einfache Regel: „Die beste Kamera ist die, die man dabei hat“.

Was fotografiere ich?

Bei der Auswahl der Objektive, des Stativs, der Fotolampen und Filter ist entscheidend, was man bevorzugt vor der Linse hat. Portraitfotografen legen Wert auf warmes Licht, Industriefotografen mögen kälteres Licht, Landschaftsfotografen investieren eher in ND-Filter und hochwertige Zoom-Objektive.

Wie fotografiere ich?

Auch das Wie ist entscheidend. Die populäre Streetfotografie lebt davon, dass die Kamera handlich ist. Es wird oft versteckt aus der Hüfte geschossen. Schließlich soll das Objekt der fotografischen Begierde nichts davon bemerken. Man möchte authentische Bilder aus dem Alltag anstatt gestellter Szenen. Der Sportfotograf hingegen benötigt extrem lichtstarke Objektive. Er braucht eine kurze Verschlusszeit. Eine langsame Kamera und zu wenig Licht auf dem Bildsensor machen das Bild vom Torschuss oder Zieleinlauf zunichte. Nur scharfe Momentaufnahmen schaffen es in die Tagespresse.

Wer diese Fragen beantwortet hat, kann viel besser entscheiden, was ins eigene Fotostudio oder die Fototasche gehört.